Hetty Christ

17.5. bis 13.6. 2021

Vernissage 16.05.2021 um 19 Uhr

Poesie

 

 „Von Kind an habe ich Gesichter gezeichnet“,sagt Hetty Krist.

 

An ihrer Leidenschaft, menschliche Physiognomie festzuhalten, hat sich nichts geändert.

 

Als Zeichnerin befasst sie sich ausschliesslich mit dem Menschen, mit Wegen und Empfindungen des Daseins.

 

Das Thema dieser Ausstellung gehört zu den Schwerpunkten ihres zeichnerischen Schaffens. Gezeigt werden Arbeiten aus dem Zyklus, der sich der Musik und Kunst widmet.

 

Mit komplizierten Überlagerungen erschüttert sie jede vordergründige Bildordnung und zwingt den Betrachter, tiefer in die Landschaft des Lebens vorzudringen. Die zeichnerische Darstellungsform ist stilistisch zeitlos und ordnet sich keinem modisch-vergänglichen Zeitgeist unter.

 

Die verwendeten Materialien sind Farbkreide, Kohle und Graphit auf Papier oder feiner Leinwand.



Ilona Metscher


"A=Z"


12.8. bis 22.8.2021




Bilder
Am Anfang steht gemalte subjektive Realität. Schritt für Schritt tritt diese durch Übermalungen in den Hintergrund. Die Erstrealität ist immer geprägt durch Wünsche, Träume, Sehnsüchte. Es sind Orte, Situationen, Personen. Sie löst sich auf. Formt sich neu. Zusätzlich zur Übermalung kommen neue Aspekte der nun entstandenen Wirklichkeit. Die Übermalungen spalten die Wirklichkeiten in einzelne Aspekte auf. Die Formen erinnern an Zellen, Kreise, Waben. Jede Zelle enthält die gesamte Information  der Ausgangswirklichkeit, sowie aller Wirklichkeiten, die folgten. Die Orte haben sich verändert. Die Situation ist längst vergangen und nur noch Erinnerung, die in einzelne Momente zerfallen ist. Die Person lebt oder nicht (mehr) oder nicht mehr mit mir oder nicht mehr in mir oder ist verändert. Im dem Moment, wenn die letzte Wirklichkeit den Malprozess stoppt ist sie schon Vergangenheit und nicht mehr real. Wenn das (fertige) Bild dann vom Betrachter gesehen wird, kommt dessen Wirklichkeit für einen Moment hinzu.                                                                                                            

 

Objekte
Ein reales, meist in Serie gefertigtes oft alltägliches, profanes Objekt steht am Beginn der Metamorphose. Die erste Assoziation zum Gegenstand schafft eine neue Realität. Aus in Serie gefertigten Ausgangsobjekten entstehen wieder in Serie gefertigte Objekte, die eine andere Wirklichkeit ins Spiel bringen.